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Aller Anfang ist schwer…oder „on the way“

Die letzten Wochen waren für mich sportlich gesehen ein ziemliches Auf und Ab. Während bis Februar eigentlich alles ganz gut lief hatte ich bereits kurz vor unserem Trip nach Abisko mit einer ziemlich starken Verkühlung zu kämpfen, die recht hartnäckig war. Nach etwas Pause konnte ich diese jedoch besiegen und wieder in den schneeigen Bedingungen rund um Södertälje trainieren. Es folgt ein tolles Trainingslager in Finspang mit meinen ersten Kartentrainings heuer – aber gut 20cm Schnee – also mehr stapfen als laufen.

Vor ein paar Wochen…Matthias findet das erste Gras

Die Vorfreude war natürlich groß als wir eine Woche später – für das Osterwochenende – unsere Reise in den schneefreien Süden Schwedens zu den Elitserieläufen antraten. Doch leider hatte ich mich zufrüh gefreut – bereits auf der Fahrt spürte ich den Hals kratzen und die Nase rinnen und bei der Ankunft wars dann entgültig vorbei…3 Tage Bett hüten war angesagt. Am vierten Tag konnte ich es nicht lassen und nutze den Mittelwettkampf für ein technisch tolles schneefreies Training – es lies sich erahnen wie schön das ganze erst in fittem Zustand gewesen wäre.

Ein paar Tage später wurde ich dann auch wieder etwas fitter und konnte das Training wieder aufnehmen. Nun sind auch endlich die Wälder um Södertälje wieder schneefrei und am Wochenende konnte ich sogar noch ein von Matthias organsisiertes Sprinttraining  mit den Mädls von Södertälje machen, was eine Riesengaudi war. Es folgte ein schnelles Training und schon ging es zu meiner Abreise nach Österreich zu den ersten Wettkämpfen.

Mädlstraining 🙂

Gerade noch Glück hatte ich mit meiner Abreise Donnerstag vormittag, denn ab Donnerstag Abend war der Luftraum über Schweden wegen des Vulkanausbruches bereits gesperrt. Am Samstag ging es dann zu den österreichischen Sprintmeisterschaften im Park Oberlaa in Wien.

Dass diese Vorbereitung der letzten Wochen – kein einziges schnelles Training auf flachem Untergrund – kein einziger richtiger Wettkampf im heurigen Jahr (ich hatte erst einmal für ein Training einen SI-Chip in der Hand )  im Gegensatz zu vielen österreichischen Konkurrentinnen – nicht die optimale Vorbereitung für einen Parksprint war ist mir im Nachhinein klar – nachdem dieser auch nicht unbedingt technisch anspruchsvoll und einfach nur turboschnell war,  noch mehr. Meine Taktik war das ganze technisch „vorsichtig“ anzugehen – alles genau vorzuplanen- die Fehler im Sprint im letzten Jahr hatten mich etwas vorgewarnt. Da es jedoch in diesem Sprint nicht unbedingt viel Potential für Fehler gab war diese Taktik in diesem Fall sicher nicht unbedingt geeignet. Dazu fehlte mir total die Spritzigkeit – ich fühlte mich von der Routine eher wie bei einem schwierigen Mitteldistanzol im Sumpf in SChweden als in einem Wiener Park wo es einfach heißt „rennen, rennen, rennen“. Zum 8. Posten nahm ich dann auch noch nicht ganz die optimale Route und dementsprechend sah dann auch mein Resultat nicht unbedingt toll aus. Dass insgesamt nicht viele Fehler gemacht wurden zeigte dass beinahe alle Österreicherinnen innerhalb von 2,5 Minuten lagen.

Karte Sprint

Meine ehrgeizige Natur war natürlich etwas enttäuscht über dieses Ergebnis nach etwas Analyse muss ich aber auch sagen, dass beste aus meiner Situation gemacht zu haben…und entsprechend meiner Vorbereitung hatte ich ja auch keine großen Ziele für diesen Sprint. Jetzt heißt es mit dem Wissen in der Tasche im Winter wirklich gut trainiert zu haben wie geplant weiterzumachen. Es folgen in den nächsten Wochen ein paar tolle Staffeln und Wettkämpfe in Schweden, ein interessantes Trainingslager in Österreich und zwei weitere Wettkämpfe – eine Mittel und eine Mannschaft in Österreich im Mai – worauf ich mich sehr freue und ich bin frohen Mutes dass es bis dann mit meiner Wettkampfroutine und -spritzigkeit wieder um einiges besser aussieht.

Fotos aus Abisko – 1200km nördlich Stockholms

Letzte Woche machten Matthu und ich eine kleine Reise nach Lappland. 3 wunderschöne Tage verbrachten wir in Abisko mit Langlaufen, Skifahren, Teetrinken…

Um nicht alles zu wiederholen – einen Bericht findet ihr auf Matthus Homepage.

Ich werde diesmal die Bilder sprechen lassen und wünsche euch viel Spaß mit Fotos aus Lappland!

Abisko

(Einfach auf das Bild klicken)

Tranquillo Gran Canaria

 

Wie schnell können zwei Wochen vergehen wenn sie voll von schönen Momenten und tollen Ausflügen sind…auch wenn wir uns heuer spät zu diesem Trip entschieden haben hat wiedereinmal alles gepasst –und wir konnten sogar unerwartet Kartentrainings absolvieren- aber erstmal von vorn

In unserem derzeitigen Alltag in Södertälje gibt es für uns nicht viel zu denken – welches Training machen wir an welchem Tag, was schauen wir uns am Wochenende an (sollen wir über den gefrorenen See laufen oder uns doch auch die Langlaufski schwingen) und wann wird es wohl aufhören zu schneien sind da momentan schon die größten Sorgen…unklar war uns jedoch heuer lang wie wir den Februar verbringen sollen. Im letzten Moment haben wir uns aber doch noch entschieden  eine Woche vor Abreise zackzack last minute Flüge und Hotel zu buchen und aus dem – inzwischen fast liebgewonnen Schnee in Schweden – in die Wärme zu tauchen. Das Ziel sollte wieder die gleiche Gegend in Gran Canaria sein – war es letztes Jahr perfekt – die einzige Sorge dass wir vielleicht heuer enttäuscht würden – löste sich vollkommen in Luft auf.

Schon der Beginn war perfekt. Traumwetter – ca. 20-25 Grad – und unser Hotel hatte „leider“ einen Rohrbruch also wurden wir gefragt ob wir nicht lieber im niegelnagelneuen Partnerhotel gegenüber (sonst sicher unleistbar) um den gleichen Preis absteigen möchten. Was für eine Frage…und ungefähr so gingen die beiden Wochen weiter. Das Wetter war diesmal zwar nicht soo perfekt wie letztes Jahr und es gab in zwei Nächten einen Sturm und an mehreren Tagen nieselte es manchmal leicht oder es waren bei „nur“ Grad ein paar Wolken am Himmel aber sich über dies zu beschweren wäre nun schon fast hochnäßig. Eine weitere kleine Hürde war am Anfang unsere körperliche Verfassung. Während Matthu noch immer mit etwas Knieproblemen zu kämpfen hatte, begann meine Achillessehe nach ein paar (viell. doch etwas zu harten) Trainingstagen zu schmerzen. Mit einigen coolen Rennradeinheiten für Matthu und Salbe, Kühlung, Dehnen und Massagen für meine Wade war uns aber beiden geholfen, wir mussten kaum Trainingseinheiten auslassen und am Schluss waren wir schon beide wieder fast schmerzfrei.

Der Alltag gestaltete sich so, dass wir einige Fixpunkte hatten, wie das Schwimmen im Pool vor dem Frühstück oder eine Schwedischlernstunde :o) und sonst das Programm sehr unterschiedlich gestalteten. An manchen Tagen radelten, liefen wir in der Gegend und verbrachten die Regenerationszeit am Pool oder Meer, an anderen nahmen wir unser Mietauto und erkundeten Gran Canarias Bergland – und machten dort unsere Trainingseinheiten. Natürlich verpassten wirs als Wintersportfanfreaks auch nicht die olympischen Spiele mitzuverfolgen – über Erfolg und Misserfolg zu fachsimpeln und uns selbst in Wettkämpfen im Tennis, Billard und Minigolf zu matchen :o)

OL auf Gran Canaria

Ganz besonders war, dass wir heuer sogar unerwartet Kartentrainings auf Gran Canaria machen konnten, wussten wir letzten Jahr noch nicht einmal sicher ob es überhaupt Karten gibt. „Schuld“ daran war Allan , mit seiner tollen Organisation ActiveCanaria, von der wir durch andere OLer gehört hatten. So konnten wir ein tolles Sprinttraining in Maspalomas machen und auch bei einem OL-Wettkampf in total schönem Gelände im Norden Gran Canaria – im Tamadaba-Wald machen (Bericht auf Allan’s Blogg). So konnten wir auch ein paar „echte“ Canarios kennenlernen und mit Allan und seinen Freunden ein paar Stunden in einem Höhlenlokal in Artenara mit vielen Tapas und etwas Rotwein :o) verbringen.

Im Großen und Ganzen also perfekte zwei Wochen – und ganz sicher nicht unser letztes Mal auf Gran Canaria!!!!

Und für alle die einmal ein OL-Trainingslager auf Gran Canaria machen möchten (oder auch nur etwas OL in ihren Urlaub einstreuen möchsten): Es ist eine wirklich sehr schöne Insel mit ganzjährig angenehmen Lauftemperaturen (auch bei nicht perfekten Wetterbedingungen waren wir heuer immer in kurzer Hose und kurzem Leibchen laufen)und vieieieil Sonne.

Active Canaria ist diesbezüglich sehr zu empfehlen. Allan ist selbst ein sehr erfahrener Oler und Bergläufer, hilft bei Unterkunftsuche, mit Karten und allem was man sonst noch braucht. Er ist auch dabei noch mehr OL-Karten auf der Insel zu zeichnen und freut sich bestimmt über euer Interesse. Nähere Infos findet ihr auf der Homepage von ActiveCanaria.

(Fotos by Matthias Müller - deshalb bin leider auch immer nur ich drauf 🙂

 

Neues Jahr – neue Homepage

Pünktlich um 18 Uhr am Altjahrestag wurde von den Skilehrerinnen und Skilehrern aller Skischulen in Filzmoos (plus einer tollen Verstärkung von ÖSV-Weltcupstarter Philipp Schörghofer) am Steilhang der Papagenobahn die neue Jahreszahl mit Fackeln in den Schnee gezeichnet und eine Fackelformation sollte der Masse an Zuschauern ein gutes Neues Jahr wünschen.
Mitternacht selber verbrachten wir dann auf einer Hütte über den Wolken, den 6. Jänner als Zuschauer beim Finale der 4Schanzentournee in Bischoffshofen und nun bin ich wieder zurück in Schweden, bei minus 12 Grad am Trainieren und Diplomarbeit schreiben.

Ein guter Start in ein Neues Jahr voller Ideen und Hoffnungen und ein neues Gesicht meiner Homepage (für technisch nicht so versierte wie mich braucht das etwas länger :)).

Spät aber doch wünsche ich euch allen ein Gutes Jahr 2010 – mögen eure Wünsche und Vorsätze in Erfüllung gehen!!

Nach einem laaangen Weg…am Ziel

Als ich heute an meinem Computer den ON-Knopf drückte und das frisch installierte Internet Verbindung gefunden hatte flüsterte plötzlich mein Blogg in mein Ohr dass es höchste Zeit wäre ENDLICH wieder ein mal etwas zu schreiben…
Obwohl ich des öfteren über Zeitprobleme klage war die Zeit von der Wm bis jetzt wahrscheinlich die stressigste meines Lebens und es ist soviel passiert und hat sich soviel getan dass alles bis ins Detail zu erzählen Seiten füllen würde. Das wichtigste: Wir wohnen seit 19. Oktober in Schweden. Trotzdem werde ich versuchen euch kurz und bündig auf den neuesten Stand zu bringen.
Job: Wegen unserer Auslandspläne kündigte ich meine Studienassistentenstelle auf der Uni und konnte noch mit allen letzten Dingen im Büro abschliessen – eine schöne und wirklich lehrreiche Zeit in diesem Job ging zu Ende. Für mein Psychologiestudium musste ich noch ein 6 wöchiges Praktikum machen und bekam ein Praktikumsstelle bei der Austro Control – Akademie, wo Fluglotsen ausgebildet werden, im Bereich der Arbeits- und Organisationspsychologie. Ich arbeitete von Anfang September bis Mitte Oktober dort und es war wirklich spannend. Einerseits bekam ich einen echten Einblick in die Arbeit von Fluglotsen (inklusive Tower :o) und die Geschehnisse in so einer Riesenfirma, andererseits konnte ich in meinem Aufgabenbereich (vor allem statistische Berechnungen) meine Statistikkenntnisse für die Diplomarbeit nochmal so richtig vertiefen.
Uni: Da mir sonst langweilig geworden wäre :o) machte ich zwischendurch noch ein paar Prüfungen, erledigte alle Formalitäten für meine beiden Diplomarbeiten, meldete meine Themen an und konnte bereits über 100 Jugendliche an Wiener Schulen zu meinem Themen bei denen es sich um Lebenszufriedenheit beziehungsweise Selbstwirksamkeitsüberzeugung in Verbindung mit physischer Aktivität geht, befragen.
OL: Bereits kurz nachdem ich mein Praktikum begonnen hatte merkte ich nur mehr sehr wenig Zeit und Motivation für das Training aufbringen konnte. Als setzte ich mir das Ziel noch bis zu den Mannschafts- und Staffelmeisterschaften in Österreich Ende September so gut es geht zu trainieren und danach bereits mit dem „Übergang“ zu beginnen. So lief ich noch einen Ranglistenlauf, den ich auf dem 4. Platz beendete. Bei der Mannschaftsmeisterschaft wurden wir im Team 3. und bei der Staffel, wo ich mit meinem eigenen Lauf durch einen großen Fehler nicht zufrieden war 2.
Die restlichen Wochen in Österreich trainierte ich nur mehr zum Spass und hatte mit einigen gesundheitlichen (stressbedingten?!) Problemen (Magen…) zu kämpfen. Ich freute mich Ol-mässig jedoch sehr auf einen Neustart in Schweden!!
Umzug: Anfang Oktober wurde es ernst und Matthu und ich begannen Kisten zu packen, die Wohnung zu vermieten und alle restlichen Dinge zu klären. Neben allen meinen anderen Dingen war dies sehr stressig, doch gottseidank lief alles gut. Wir machten am 15. Oktober noch ein tolles großes Abschiedsfest (danke an alle Freunde – es war wirklich super!) und am 18. Oktober ging es mit einem Minibus los nach Södertälje etwas südlich von Stockholm.
Seit 19.Oktober wohnen wir also in einer Wohnung in Södertälje. Nach einem Tag erwischte mich leider eine Magendarm-Grippe mit allem was dazugehört und ich lag 2 Tage im Bett einen Tag darauf passierte das selbe mit Matthias. Am letzten Wochenende, unserem ersten im Norden, fand dann noch der Smalandskavlen, eine Staffel im Süden von Schweden, mit 1-2 Nacht- und 3 Tagstrecken statt. Obwohl ich das ganze aufgrund meiner Form und der Grippe letzter Woche schon abgesagt hatte, überredete mich meine Team, da sie keinen Ersatz für mich finden konnten doch zu starten. Trotz allem war es voll die Ehre für mich mit so einem tollen Team starten zu können. Mein Lauf verlief nach der Bauchgrippe wie erwartet langsam aber den Umständen entsprechend ok….ich lief vom 2. auf den 8. Platz und insgesamt wurden wir 12. von 80 Teams.
Nach einem etwas schweren Start freue ich mich sehr auf die Zeit hier im Norden. Ich möchte mir ausser Diplomarbeitschreiben und trainieren nicht zuviel „aufhalsen“ und die Trainingsmöglichkeiten und die Unterstützung hier ist wirklich super – besser könnten sie wahrscheinlich nicht sein. Wir wurden bisher auch lieb von allen aufgenommen – jetzt heisst es nur noch etwas besser schwedisch lernen und dann steht einer schönen Zeit nichts mehr im Weg.
Kommendes We geht es mit Matthias zu einem Trainingslager nach Trondheim und das Wochenende darauf werden wir für ein Trainingswochenende mit dem Club nach Finnland fahren.

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