Archiv für April 2010

Aller Anfang ist schwer…oder „on the way“

Die letzten Wochen waren für mich sportlich gesehen ein ziemliches Auf und Ab. Während bis Februar eigentlich alles ganz gut lief hatte ich bereits kurz vor unserem Trip nach Abisko mit einer ziemlich starken Verkühlung zu kämpfen, die recht hartnäckig war. Nach etwas Pause konnte ich diese jedoch besiegen und wieder in den schneeigen Bedingungen rund um Södertälje trainieren. Es folgt ein tolles Trainingslager in Finspang mit meinen ersten Kartentrainings heuer – aber gut 20cm Schnee – also mehr stapfen als laufen.

Vor ein paar Wochen…Matthias findet das erste Gras

Die Vorfreude war natürlich groß als wir eine Woche später – für das Osterwochenende – unsere Reise in den schneefreien Süden Schwedens zu den Elitserieläufen antraten. Doch leider hatte ich mich zufrüh gefreut – bereits auf der Fahrt spürte ich den Hals kratzen und die Nase rinnen und bei der Ankunft wars dann entgültig vorbei…3 Tage Bett hüten war angesagt. Am vierten Tag konnte ich es nicht lassen und nutze den Mittelwettkampf für ein technisch tolles schneefreies Training – es lies sich erahnen wie schön das ganze erst in fittem Zustand gewesen wäre.

Ein paar Tage später wurde ich dann auch wieder etwas fitter und konnte das Training wieder aufnehmen. Nun sind auch endlich die Wälder um Södertälje wieder schneefrei und am Wochenende konnte ich sogar noch ein von Matthias organsisiertes Sprinttraining  mit den Mädls von Södertälje machen, was eine Riesengaudi war. Es folgte ein schnelles Training und schon ging es zu meiner Abreise nach Österreich zu den ersten Wettkämpfen.

Mädlstraining 🙂

Gerade noch Glück hatte ich mit meiner Abreise Donnerstag vormittag, denn ab Donnerstag Abend war der Luftraum über Schweden wegen des Vulkanausbruches bereits gesperrt. Am Samstag ging es dann zu den österreichischen Sprintmeisterschaften im Park Oberlaa in Wien.

Dass diese Vorbereitung der letzten Wochen – kein einziges schnelles Training auf flachem Untergrund – kein einziger richtiger Wettkampf im heurigen Jahr (ich hatte erst einmal für ein Training einen SI-Chip in der Hand )  im Gegensatz zu vielen österreichischen Konkurrentinnen – nicht die optimale Vorbereitung für einen Parksprint war ist mir im Nachhinein klar – nachdem dieser auch nicht unbedingt technisch anspruchsvoll und einfach nur turboschnell war,  noch mehr. Meine Taktik war das ganze technisch „vorsichtig“ anzugehen – alles genau vorzuplanen- die Fehler im Sprint im letzten Jahr hatten mich etwas vorgewarnt. Da es jedoch in diesem Sprint nicht unbedingt viel Potential für Fehler gab war diese Taktik in diesem Fall sicher nicht unbedingt geeignet. Dazu fehlte mir total die Spritzigkeit – ich fühlte mich von der Routine eher wie bei einem schwierigen Mitteldistanzol im Sumpf in SChweden als in einem Wiener Park wo es einfach heißt „rennen, rennen, rennen“. Zum 8. Posten nahm ich dann auch noch nicht ganz die optimale Route und dementsprechend sah dann auch mein Resultat nicht unbedingt toll aus. Dass insgesamt nicht viele Fehler gemacht wurden zeigte dass beinahe alle Österreicherinnen innerhalb von 2,5 Minuten lagen.

Karte Sprint

Meine ehrgeizige Natur war natürlich etwas enttäuscht über dieses Ergebnis nach etwas Analyse muss ich aber auch sagen, dass beste aus meiner Situation gemacht zu haben…und entsprechend meiner Vorbereitung hatte ich ja auch keine großen Ziele für diesen Sprint. Jetzt heißt es mit dem Wissen in der Tasche im Winter wirklich gut trainiert zu haben wie geplant weiterzumachen. Es folgen in den nächsten Wochen ein paar tolle Staffeln und Wettkämpfe in Schweden, ein interessantes Trainingslager in Österreich und zwei weitere Wettkämpfe – eine Mittel und eine Mannschaft in Österreich im Mai – worauf ich mich sehr freue und ich bin frohen Mutes dass es bis dann mit meiner Wettkampfroutine und -spritzigkeit wieder um einiges besser aussieht.


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